Rocktäschel, Lutz - Die Stimmgabel-Berichte ad Wimpernschlag

Rocktäschel, Lutz - Die Stimmgabel-Berichte ad Wimpernschlag

Beitragvon Stefan Jahnke » 29. Apr 2011, 22:26

Rezension
Buchtitel: Die Stimmgabel – Berichte aus dem Wimpernschlag
Autor: Lutz Rocktäschel
Genre: Science Fiction
Verlag: Pro Business GmbH, Berlin 2008
ISBN: 978-3-86805-202-2


Ein Fremder in der Ferne. Fremde Gebräuche, andere Gesichter, unbekannte Speisen… und schon kommen wir mit den Regeln dieses uns so unbekannten Stückchens Erde in Konflikt. Die wenigen Parallelen zur eigenen doch so bekanten Welt scheinen fast unwirklich, nicht wahr.
Genau das erlebt Dr. Styx in Lutz Rocktäschels Roman „Die Stimmgabel – Berichte aus dem Wimpernschlag“. Nein, Styx ist kein Europäer und reist in den Urwald. Er ist ein Außerirdischer, ein Energiewesen. So fern unserer Realität. Und doch mitten unter uns. Gut, ein paar Jahre in der Zukunft. Aber sonst erinnert so Vieles an unsere Wirklichkeit.
Styx reist auf unsere Erde, direkt nach Berlin, und kann sich dort nur materialisieren, wenn er direkt in ein solches ‚gekapseltes Wesen’, einen Menschen hinein fährt, was natürlich für Chris-toph Aron, seinen ‚Wirt wider Willen’ und alle um ihn herum schon die ersten ernsten Ver-wicklungen und Reaktionen gibt. Energie… pure Energie fährt in einen Menschen. Wie ein Blitz.
Eine düstere Zukunft mahlt uns Rocktäschel. Überwachung und Reglementierung… dies prägt und bestimmt unsere Welt. Für ein freies Wesen aus dem großen Energiemeer ein Unding schlechthin. Politik und Wirtschaft, Regierung und Energiekonzerne versuchen nicht nur alle Informationen und jedwede Kommunikation zu prüfen und auszuwerten. Nein, wie nebenbei herrscht genau unter diesen Gruppen eine enorme Angst, durch findige Köpfe und geniale Er-findungen eines Tages eben nicht mehr allein über die so wichtigen Rohstoffe unseres Planeten herrschen zu können, vielleicht dann gar Macht abgeben zu müssen.
Aber eben diese findigen Köpfe gibt es. Zum Glück. Und eben von jenen Menschen um Chris-toph Aron fühlt sich Dr. Styx angezogen. Sie unterstützt er. Bei ihnen lernt er auch mit der ‚Kap-selung’ dieser Menschenwesen umzugehen. Und bei ihnen findet er die für ihn so lebens-wichtigen Schwingungen, Wohlklänge, Resonanzen, eben seine Lebensadern und Transportwege.
Warum kam dieser Styx auf die Erde? Der Hohe Rat seiner Welt befürchtet Disharmonie zwi-schen den beiden doch schon so lange parallel existierenden Systemen und hat Angst. Zukunfts-angst. Styx ist also ein Beobachter, der nicht nur die Menschen, sondern auch ihr Tun als Ursa-che, aber vor allem das Ergebnis, die Wirkung dieses Tuns erforschen soll um diesen uns so fremden und doch so nahen Wesen im Energiemeer die Möglichkeit zu geben, einigen dieser Wirkungen frühest möglich entgegenzuschwingen, also entgegenzuwirken.
Während eine Gruppe von Erfindern um einen ihrer genialsten Köpfe, Werner Heinke, trauert und schon Pläne schmiedet, seine Arbeit an freier Energieerzeugung fortzusetzen, kämpft Styx liebenswert und mit vielen Ideen nicht nur um seine Existenz und seine Rückkehr ins Energie-meer, sondern lernt auch ihm etwas ähnlicher scheinende ‚Wesen’ in Form von Computern und damit unvermeintlich verbunden auch die an diesen spielenden Jugendlichen kennen.
Viele Verwicklungen gibt es. Nicht für alles dabei Geschehende ist wirklich Dr. Styx verantwort-lich. Aber niemand scheint auch nur im Entferntesten glauben zu wollen, dass es ihn, so ein fremdes Wesen, überhaupt gibt. Und alle, die beginnen das, was auch mit seiner Hilfe geschieht, zu verstehen, teilen sich wieder in die beiden so ungleichen und immer wieder aufeinander pral-lenden Gruppen der Freidenker und Forscher sowie der Lobbyisten und Politiker.
Und die Technik… schon über sie zu lesen und selbst nachzuforschen was davon vielleicht heute schon Realität ist oder bald sein wird… ein Erlebnis. Und nicht zuletzt Erkenntnis.
Manchmal glaubt man nicht, dass es sich um einen Stoff aus der Zukunft handelt.
Manchmal denkt man, dass das doch sicher alles so schon passiert sein muss.
Und manchmal möchte man Styx und seinen Freunden Glück wünschen, ihnen aufmunternd auf die Schulter klopfen und die, denen sie immer wieder entkommen müssen, sonst wohin wün-schen. Doch das geht nicht. Damit müssen wir… Verzeihung… damit müssen die Helden der ‚Stimmgabel’ selbst klar kommen.
Ein Buch nur für Science Fiction Fans? Auf keinen Fall!
Ein Buch über eine schon gelebte Zukunft? Vielleicht!
Ein Buch mit viel Spannung und unvorhersehbaren Wendungen? Natürlich!
Ein Buch zum Nachdenken? Auf jeden Fall!
Haben Sie es schon gelesen? Nein? Dann sollten Sie es unbedingt tun!

Weitere Informationen unter www.energiemeer.de

© + ® der Rezension:
Stefan Jahnke, Dresden
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