Kos – Griechenland – Juli/August 2011

Kos – Griechenland – Juli/August 2011

Beitragvon Stefan Jahnke » 27. Aug 2011, 19:10

Normalerweise lege ich meinen Urlaub so, dass ich irgendwo im deutschen Sprachraum unterwegs bin, mich auf die Spuren irgendwelcher Herrscher, verschollener Familien und deren Hinterlassenschaften mache, um dann wieder einmal eine ganz verrückte, wahre und dabei turbulente Story schreiben zu können.
Wer meine Reiseerzählungen kennt, weiß, dass ich manchmal auch in ferne Gefilde aufbreche und dort nicht gerade wenig erlebe. So entstehen dann Berichte über Wohnmobilerlebnisse, ungewollte Fahrten durch ein heißes Kriegsgebiet, Beschreibungen von Radtouren oder einem Badeurlaub.

So war es dieses Jahr wieder einmal soweit. Griechenland sollte es sein… eine heimliche Liebe und auf jeden Fall eine Gegend, in der man sich im Sommer auch auf sommerliches Wetter einstellen kann. Immerhin sagte der Wetterbericht für Deutschland für die letzte Juli- und die erste Augustwoche Kälte, Regen, Sturm, Hagel und dabei natürlich jede Menge Wolken an. In Griechenland, besonders auf den Inseln gleich neben Kleinasien, sollten 33…40 °C sein. Regen ist da eher eine Mangelware… vielleicht kennen einige der Inselbewohner ihn auch nur vom täglichen Wässern der Palmenanlagen in den Feriengebieten?

Kreta kennen wir nun in- und auswendig. Nein, richtig lernt man ein Gebiet in Urlauben sicher nicht kennen. Aber es sollte mal etwas Anderes sein. Zumal Griechenland nicht nur aus ehemaligen Minoern besteht, sondern eben zum großen Teil durch Asien beeinflusst ist. So, wie wir letztes Jahr in Kärnten feststellten, dass sich die Kärntner Österreicher fast nicht von den gleich hinter dem Berg lebenden Italienern unterscheiden, würde es vielleicht auch auf Kos wenige Unterschiede zur Türkei geben? Nun, die bereits seit Jahresanfang gewälzten Reiseführer meinten, dass die Griechen auf Kos eine geteilte Meinung zur Türkei haben. Sollte es da ähnlich zugehen, wie auf Zypern? Trotzdem wurde gebucht und dann natürlich auch auf die Reise gefreut.

Abflughafen war Dresden. Der Airport Dresden International wandelte sich in den Jahren von der Wende bis heute zu einem wirklich großen Bahnhof für Luftreisende in alle Welt. Dass wir mitten in der Hauptreisezeit reisten, bemerkte man kaum. Ist eben alles groß und mächtig… funktionell und schön.
Zwei Stunden vor Abflug soll man bereits einchecken. Bei dem Vielen, was man auf so einem Platz beobachten kann… Reisende und ihre Macken, Zöllner, die aufgeregt umherrennen, Personal, das mit der Technik kämpft, enttäuschte oder jubelnde Last-Minute-Suchende, Geschäftsleute und Ankommende, die vergeblich auf ihre Kontaktpersonen warten… geht die Zeit sicher schnell herum. Da machte es auch nicht viel aus, dass unsere Maschine, eine Boeing 737-700, schon mit einer guten Stunde Verspätung ankam und wir darum noch einmal 45 Minuten länger warten mussten.
Nach dem Check-in hat man noch Zeit, etwas zu essen oder sich anderweitig die Beine zu vertreten. Dann geht es in die Sicherheitsschleuse, in der man wieder einmal mein Handgepäck komplett auseinandernahm, weil ich es nicht lassen konnte, meinen großen Schlüsselbund mitzunehmen. Ich habe mir das auf dem Monitor ansehen dürfen… sah aus, wie ein kompliziertes Leitungsgeflecht einer Tellermine… oder so etwas. Na ja, egal. Wir waren drin… im Abflugbereich und konnten im Duty Free, das nun auch für Europareisende besondere Angebote bereithält, alles kaufen, was wir nicht brauchen… teure Sonnenbrillen, um die verrauchten Augen zu verbergen, wenn wir zehn oder mehr Zigaretten auf einmal rauchten, Whisk(e)y, um dann noch dem kalten Rauch hinunterzuschlucken, Armbanduhren, die einen zu Boden reißen… wegen des Preises und ihrer Größe. Na ja, und eine Tafel Milka-Schokolade für 1,50 EUR ist sicher günstig, wenn man eine Woche nichts gegessen hat und der Duty-free-Kiosk dann das Erste ist, was man erreicht.
Lach lach…

Schließlich war unsere Maschine da und wir durften hineinklettern…
Der nächste Schock blieb wohl nicht aus. Natürlich war nun unser Start- und Landefenster weg. Noch einmal mussten wir 50 Minuten warten, ehe es in die Luft ging, denn auf Kos herrscht im Sommer Chaos. Kein Wunder. Kleiner Flughafen mit Starts und Landungen am laufenden Band, das auch noch auf nur einer einzigen Bahn. Doch egal. Die Vorfreude auf einen Urlaub lässt den Normalbürger einiges ertragen.

Das Meer kam in Sicht, als wir nach einem Blick auf die Weinberge Radebeuls bald unser Sandwich verzehrt hatten und gerade noch einmal über den Wolken zollfrei oder zumindest günstig überteuert einkaufen sollten. Freiheit grenzenlos… ja, Reinhard Mey hat schon recht!

Auf Kos empfing uns… Hitze… und das Reiseteam, das uns gleich in einen der bereitstehenden Busse leitete. Gut eine halbe Stunde später, also gegen 20:15 Uhr, waren wir vor unserem Hotel.
Damit der Gast nicht leiden muss und weil es nur bis 21:00 Uhr Abendessen gibt, schickte man uns nicht erst aufs Zimmer, sondern gleich zum frisch machen und danach zum Essen.
Riesiges Buffet, leckere europäische, speziell griechische und auch türkische Speisen. Einfach toll… und eben All-inklusive.
Später wanderten wir durch die lang gestreckte Hotelanlage, vorbei an den beiden großen Pool-Anlagen, verschiedenen Restaurants, Sport- und Kinderspielplätzen zu unserem Zimmer mit herrlichem Pool- und Meerblick, leiser und starker Klimaanlage, funktionellen Betten, Schränken, Tischen, Stühlen, Badezimmer und ausrechendem Balkon. Wir legen da eh’ nicht viel Wert drauf. Wann bleibt man denn im Urlaub wirklich auf dem Zimmer? Zum Schlafen und nicht für mehr.

Am nächsten Tag gab es eine Einweisung von der Reiseleitung und wir buchten unsere ersten beiden Ausflüge… obligatorische Inselrundfahrt und den Sprung über die Erdteilgrenzen… Schiffsausflug nach Bodrum. Toll!
Natürlich besuchten wir noch ausgiebig Pool und nahen Sandstrand. Das Meerwasser war herrlich warm, ein wenig sehr salzig (nein, war nicht meine Frau schuld!!) und man kann sich auf Liegen unter Sonnenschirmen ausruhen, wenn man sich wirklich dem Stress von langen 50 Metern vom Hotel zum Wasser ausgesetzt hat.

Auf der Inselrundfahrt ein paar Tage später erlebten wir Griechenland pur… und auch, dass unsere Reiseleiterin bei einem Lehrer Deutsch gelernt haben muss, der ihr nicht wohl gesonnen war. „Und darum haben wir auf der Insel also dann Kos eine sehr schöne und also dann Honig die Biene also dann werden gehalten, sie wie sehen also dann können.“
Na ja, aber mit ein bisschen gutem Willen konnte man Katherina schon verstehen.

Das Fotomotiv schlechthin auf Kos ist der kleine Felsen im Wasser, die kleine Insel Kastri in der Bucht von Kefalou. Die Insel also dann Kos sieht, wie man also dann meint, wie ein liegendes also dann Schaf aus. Und da, wo sie also dann nur zwei Kilometer breit ist, also dann zwischen Kopf und also dann Rumpf am Hals des also dann Schafes, liegt diese also dann Insel. Also dann toll!

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Dann ging es in den Ort neben dem zentral im Innern der Insel gelegenen Flughafen, nach Antimachia, wo wir eine der letzten Windmühlen der Insel und ein traditionelles Haus von Kos besichtigten, aber auch diesen schönen Brunnen sahen.

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Wenn Kos nicht soviel Hitze hätte, wäre es wohl eine sehr grüne Insel. Durch die Vulkanausbrüche von Nisirous lagern also dann auf der also dann Insel überall also dann fruchtbare Erde, also dann guter Boden, darauf also dann Bimsstein, der das Wasser also dann speichern kann, überall...so dann auf der Insel also dann Kos. (Schluss jetzt also dann damit!)
In Antimachia ist das Zentrum der Honigherstellung auf Kos. Interessant… den kann man übrigens auch im Lidl kaufen… auf Kos.

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Und auf der Fahrt nach Nordosten ging es nun nach Kos-Stadt, der Hauptstadt der Insel. Reiseführer bezeichnen diesen Ort als ein allen offenstehendes Museum. Jeder Besitzer und Beherrscher der Insel versuchte, ihr sein Bild zu geben. Griechen, Türken, Johanniter, Italiener und wieder Griechen. Sicher habe ich jemanden vergessen. Na, egal. Die Türken jedenfalls hinterließen nicht nur ihre Moscheen, sondern viele ihrer Landsleute blieben sogar dort, als die Griechen eigenständig wurden, passten sich jedoch total an die griechische Mentalität an… nicht wie bei uns... und wurden und werden genau darum nicht nur auf Kos geduldet, sondern sind richtig heimisch da. Und dazu muss man sagen… also dann… dass die Türken erst in den zwanziger Jahren des 20. Jh. als Besatzer abzogen.

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Griechisch orthodox geht es trotzdem zu. Und wenn ein Würdenträger da ist und eine Rede in der nahen Kirche hielt, wird er von seinen Kollegen natürlich auch zum Auto gebracht.

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Nach einem Standrundgang, vorbei an der Platane des Hippokrates und über den Markt, durch die zugehörige Markthalle und durch den lang gestreckten Hafen an der Bucht von Kos, kamen wir auch zur alten Johanniterfestung, die eine Verbindung zur Innenstadt in Form dieser Brücke hat. Erinnert ein wenig an die lange Mauer in Rom zwischen Engelsburg und Vatikan, auf der der Papst früher in die Burg floh, wenn Gefahr drohte.

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Aber wenn ich Hippokrates schon erwähne, muss ich nun auch in sein Heiligtum, das Asklipio (von Asklepio), mitten in einem Pinien- und Palmenwald, wo Hippokrates, Sohn der Insel, einst das erste Krankenhaus mit Kureinrichtung baute. Geschockt erfuhr ich, dass die angehenden Ärzte seit einigen Jahren keinen hippokratischen Eid mehr schwören müssen. Daher bietet die Vereinigung, die das Museum betreibt, allen jungen Ärzten an, dort in feierlicher Stimmung den Eid zu sprechen. Die Treppen bieten sich bei der herrlichen Sicht auf das Meer auch dazu an.

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Ich hoffe, dass es den Ärzten ohne Eid nicht so geht, wie diesem alten Landsmann auf Kos… kopflos herumstehen… nun ja, als Arzt sicher nicht gut!

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Die Inselrundfahrt ist anstrengend. Da muss man sich unterwegs auch einmal stärken.
Ein kleines Bergdorf, das fast nur aus Tavernen und Souvenirläden besteht, aber malerisch liegt, lud dazu ein. Zia, der höchstgelegene Ort auf Kos.

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Der Tag war herum. Mein Sohn, als alter Fußballer immer erpicht darauf, zwei Tore, einen Gegner und einen Ball zu finden, spielte zum Abspannen noch ein wenig auf dem hoteleigenen Fußballplatz. Dumm nur, dass der nicht von Banden, sondern Oleander und anderen Büschen begrenzt ist. Und irgendwann landet der Ball da mal drin. Holt man ihn raus und achtet nicht auf die Umgebung, stört man dabei die griechischen Wespen, die zum Glück nicht zu arg stechen. Weh taten sie ihm trotzdem… mit fünf Stichen in Rücken und Arme.

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In den nächsten Tagen erkundeten wir die Umgebung unseres Hotels. Man kann ja nicht nur am Strand oder am Pool liegen… zumal die Verpflegung nicht unbedingt schlank hält. Auch wenn die griechische Küche kalorienbewusst und fitnessorientiert angelegt ist. Essen beim Nichtstun… macht halt dick. Also… im Schweiße des Angesichts geht es auf kleine Touren in die nahen Orte. Und da gibt es lustige, typisch griechische Ansichten.

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Jeder Tag wurde mit einem herrlichen Sonnenuntergang beendet. Nun ja, die Helligkeit. Der Tag war damit zwar noch nicht zu Ende. Aber immer wieder schön!

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Nun waren wir also schon richtig da… und wollten noch mehr.
Europa ist nicht genug. Asien muss es sein. Bodrum. Saint Tropez des Orients nennt man es. Nun ja, Namen sind Schall und Rauch. Aber eine Reise über eine EU-Außengrenze in einen anderen Erdteil… spannend sicher!
Wohl beschützt noch im Hafen von Kos durch das einzige Kriegsschiff auf der Insel (Griechenland hat rd. 350 Tausend Soldaten unter Waffen… die Türkei offiziell 600 Tausend, inoffiziell 3 Millionen – darum leistet sich Griechenland auch mit EU-Unterstützung die größte Panzerarmee der Welt. Doch ob das im Fall des Falles reicht? Immerhin will die Türkei ja in die EU…), ging es dann auf die rd. 14 km lange Fahrt hinüber nach Kleinasien.

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Natürlich haben auch hier die verschiedenen Herrscher ihre Spuren hinterlassen. So begrüßte uns zuerst das Kastell von Bodrum. Die Fahne zeigt es an. Man ist sich seiner Nationalität ähnlich bewusst, wie die Schweizer. Überall weht der Halbmond auf rotem Grund.

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Anlagen, durch das Hafenzollgebäude vorbei an den Duty-free-Geschäften, ehe wir für 4 EUR ein Tagesvisum in Form eines Stempels auf einer schlechten A6-Kopie eines sicher vor zehn Jahren noch lesbaren amtlichen Zettels bekamen.

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Hier muss man aufpassen… eine Stange Zigaretten ist zu viel. Nur vier Schachteln sind bei der Rückreise erlaubt. Besonders wichtig für uns Nichtraucher. Ansonsten darf man Waren im Wert von 430 EUR mitbringen. Auch Fälschungen… die EU-Zollbestimmungen machen es möglich. Gewertet wird der Preis, den man bezahlt hat. Nicht der vom Original.

Dass wir hier nicht weit von Europa sind, erkennt man schon nach den ersten Schritten…
MacMoschee? Könnte sein, oder?

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Und der Sprit kommt auch von den uns bekannten Anbietern.

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Aber als wir dann, nach einer ausgedehnten Besichtigungs- und Shoppingtour in einem hübschen Restaurant neben der MacMoschee in halber Höhe saßen, uns der Muezzin mit lautem Ruf zum Gebet erschreckte, erlebten wir gleich nach dem Mittagsgebet auch noch eine typisch osmanische oder mohammedanische Trauerfeier.

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Der Tag in Asien war anstrengend… so viele Geschäfte. Gucci, Dolce & Gabbana, Rolex, Lewis etc.… habe ich noch nie in diesen Massen und zu diesen Preisen gesehen…
Ein Erholungstag im Hotel musste her. Und dass man sich da erholen kann, zeigt sicher dieses Bild vom Weg zwischen unserem Zimmer und dem Hauptrestaurant.

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Aber wer verreist, will was erleben. So wagten wir noch eine Ausflugsbuchung, was auch gut war, denn einen echten Vulkan zu besuchen, der auch noch als aktiv gilt, ist sicher ein Erlebnis.
Nisirous. Die Vulkaninsel. Dahin muss man wieder mit dem Schiff fahren. Über bewegte See.

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Auf der Insel angekommen, kommt man gleich in einen Touristenbetrieb. Man vermarktet den rauchenden Krater, auf dessen Boden Wasser kocht und wo einem schon einmal die Sohlen recht heiß werden können.

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Überall ringsum Schwefelablagerungen und Unmengen von Bimsstein. Dazwischen die Löcher, in denen es schnell mal mehrere Hundert Grad warm werden kann… und dazu das Gefühl, dass alles gleich losgehen könnte. Immerhin liegt der Vulkan auf der gleichen aktiven Platte, wie der Stromboli und der Ätna.

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Aber auch Nisirous ist bekannt für seinen Honig. Dass man dazu Bienen benötigt, ist auch klar. Überall sieht man die kleinen Stöcke, die privat oder halbstaatlich betrieben werden. Natürlich kann man auch überall den Honig kaufen. Billig für die Arbeit, die dahintersteckt. Und natürlich. Bioprodukt also.

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Ansonsten wurde auf Nisirous noch bis in die Siebziger des 20. Jh. Bimsstein abgebaut. Nun darf das nur noch auf den vorgelagerten Inseln geschehen. Hauptabnehmer ist übrigens Deutschland… Weil Bimsstein nährstoffhaltig ist und wunderbar Wasser speichert. Schon mal was von Seramis gehört? Das wird daraus hergestellt. Tonnenweise jedes Jahr. Noch zehn Jahre darf man Bimsstein auf den kleinen Inseln abbauen. Dann ist das auch vorbei und wenn noch was von den vorgelagerten Inseln da sein sollte, wird das Land für Immobilien, also dann… Hotels verkauft. Meinte Antonia, unsere heutige Reiseleiterin.

Die Insel bietet viele schöne Ansichten. Jede Gasse müsste man fotografieren, jedes Detail diskutieren. Einfach toll!

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Und natürlich lebt man vom Fischfang. Nicht nur, um die Touristen zu versorgen, sondern auch, um selbst zu leben. Bis vor einigen Jahren musste sogar noch das Trinkwasser von Kos per Schiff herübergebracht werden. Jetzt gibt es drei Salinen und Meerwasserentsalzungsanlagen. Funktioniert und bringt zusätzlich noch Salz als Einnahmequelle.
Aber diese Fische haben nichts mehr davon… schreiben auch nicht… keine Tinte mehr!

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Die Hitze ist erdrückend. Antonia meinte, dass die Leute auf Nisirous nur einen Pullover im Schrank haben. Ansonsten kommen sie mit ihren Sommersachen übers Jahr. Und die typische griechische Ruhe überträgt sich in der Hitze auch auf die Tiere. Nun ja, Termine sind Kannbestimmungen.

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Und doch war die Insel auch mal eine Piratenhochburg. Bei der Nähe zur Türkei fast kein Wunder. Ich hoffe nur, dass in der Taverne, in der wir an diesem Mittag lecker Moussaka, Tzatziki und überbackenen Käse aßen, nicht der Feta aus dieser alten Schatztruhe direkt unterhalb der Gastterrasse ausgegeben wurde.

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Mein Sohn bekam gebackenen Fisch und Pommes. Nur, dass Kellner und er sich nicht gut verstanden und die erste Portion beim Servieren auf seinem Shirt landeten. Null Problem… Mein Sohn sollte aufstehen. Der Kellner entsorgte das Essen über die Brüstung direkt ins Meer und wenig später kam eine Angestellte, machte das T-Shirt sauber und danach gab es ein neues Essen. Lustig, oder? Service pur!

Reiseleute haben Hunger. Jeden Abend neue Überraschungen auf dem reichhaltigen Buffet. Und ich stellte mir immer einen richtig griechischen Teller zusammen… sieht doch gut aus, oder?

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Jeder Urlaub geht einmal zu Ende. Leider. Auch wenn wir schon überlegten, ob und wie man sich denn dort niederlassen könnte, kam der letzte Abend. Noch einmal ein Bild vom Hoteleingang.

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Bald schon hatte uns der Stress, die typische mitteleuropäische Hektik zurück. Der Flughafen auf Kos ist halt klein. Man muss warten, um hineinzukommen, dann steht oder sitzt man wie in einer Sardinenbüchse und ist zumindest froh, dass es drinnen eine Klimaanlage gibt. Draußen eben leider nicht.

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Irgendwann ist die Germania wieder da. Noch einmal in die Sonne schauen und einsteigen.

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Also ehrlich… es war ein toller Urlaub.

Ganz nebenbei habe ich an Strand und Pool drei Bücher gelesen und rezensiert.
• Den 4. Band der Hebammen-Saga von Sabine Ebert,
• Band 1 des Weltennebels von Aileen P. Roberts,
• Bömer von Promberger, was mir nicht so gefiel.

Aber Kos… ist eine Reise wert. Mal sehen… es gäbe noch viel mehr zu berichten. Doch der kleine Überblick hier reicht sicher vorerst. Mehr dann in der sicher irgendwann vorliegenden Reiseerzählungen… denn ein paar spannende Erlebnisse von den Flügen, Bedrohliches von den Schiffsreisen, Berichte über unser aller Freundin Lisa, wie man ABBA live erleben kann, wer Sadry, Giuseppe, Lyubo, Poli, Giannis, Alexandros und Wassili waren, warum Wasser nicht gleich Wasser ist, was man in einem mit elektronischem Türschloss gesicherten Zimmer bei Stromausfall macht, wie bei all-inclusive verschiedenste Getränke an den Bars ausgeschenkt werden, warum eine Griechin italienisch schimpfend hinter Urlaubern her rennt, was Schwäne mit Handtüchern zu tun haben, wie man beim Hutkauf einen fehlenden Spiegel ersetzt, was bei uns selbst bei guter Pflege kaum wächst und auf Kos wie Unkraut wuchert, was das Skelett aus einem russischen Märchenfilm mit einer Familie im Hotel zu tun hat und warum die Insel langsam aus touristischer Sicht aus deutscher Hand driftet, enthielt ich hier natürlich wieder einmal vor!!
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